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Mundstücke

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Musik

Auf dieser Seite möchte ich einen eigenen Artikel über die verschiedenen Mundstücke schreiben, die ich spiele und gespielt habe. Ich stelle sie in ihrer eigenen Kategorie (Tenor-/Bassposaune, Euphonium, Tuba) jeweils nach Kauf oder Erhalt vor.

Altposaune

Ausstehend

Tenorposaune

Jupiter – ?

Homepage: n/a.

Mein erstes eigenes Mundstück war bei meiner ersten eigenen Posaune dabei. Es ist eine Jupiter 536R, die ich ca. 1997 erhalten habe. Sie ist leider aus den frühen Tagen von Jupiter und damit qualitativ eher schlecht – enge Bohrung, enges und flaches Mundstück. Für Anfänger mag sie zwar geeignet sein, da die Töne recht leicht ansprechen. Die Anschaffung lohnt sich aus meiner Sicht trotzdem nicht, da man nach ca. 6 Monaten intensiven übens bereits an seine Grenzen stößt. Das Mundstück lässt einfach keinen offenen, weiten Klang zu und klingt sehr nasal und eng. Auch heute vermag ich keine schönen Klänge auf dem Mundstück hervorzubringen. Ich würde es daher niemals wieder einzeln und auch nicht in Verbindung mit der Posaune wieder kaufen. Ein typisches »hauptsache etwas dabei«-Mundstück.

[Bilder folgen]

Nach dem Erhalt des Euphoniums habe ich auf dem Euphonium-Mundstück 48 (s.u.) weitergespielt, bis ich meine Conn 88H-CL erhalten habe. Es fällt in die gleiche Kategorie, lässt aber trotzdem schonmal wesentlich weichere und offenere Töne zu.

Conn 4CL

Homepage: Entwickler Tarrodi.

Meine zweite Posaune, die ich heute noch spiele, ist die Conn 88H-CL. Mit dabei war das Mundstück 4CL aus der Signaturserie vom Meisterposaunisten Christian Lindberg. Es ist ein Klasse Mundstück und mit den zuvor genannten nicht vergleichbar: Ein mäßig tiefer Kessel mit einem schmalen Rand lässt auch hohe Töne noch genügend leicht ansprechen. Der ungewöhnlich weiter Schaft lässt in jedem Register volle Töne zu. Auch Pedaltöne sind vergleichsweise einfach zu spielen, wenngleich es definitiv ein Mundstück für den mittleren bis hohen Tenorbereich ist.

Conn 4CL Top (Mundstück)
Conn 4CL Top

Conn 4CL Seite (Mundstück)
Conn 4CL Seite

Ich spiele es heute noch gerne, wobei ich bei einem Neukauf sicher ein etwas weniger tiefes Mundstück kaufen würde, um leichter hohe Register zu spielen. Aber als Allrounder oder »immerdrauf« ist es eine exzellente Beilage zur Conn 88H.

Giddings & Webster TZ 103

Homepage: G&W Posaunenmundstücke.

Dieses großartige Mundstück habe ich durch Zufall entdeckt und lange Jahre an meiner Conn 88H gespielt. Ausgerechnet in der Trachtenkapelle Schaumburg wurden einige Bläser auf die Marke Giddings & Webster aufmerksam. Die Besonderheit: Mundstücke aus Edelstahl. Das bekannteste Modell heißt »Euros«, aber ich habe mich bewusst für ein etwas größeres Modell entschieden. Der einfach Grund ist, dass ich mir durch einen weiteren und tieferen Kessel einen potentiell volleren Ton erhofft habe.

Giddings & Webster TZ103 Top (Edelstahl)
G&W TZ103 Top

Giddings & Webster TZ103 Seite (Edelstahl)
G&W TZ103 Seite

Was soll ich sagen – die Ansprache ist überaus hervorragend, die Intonation absolut präzise. Man könnte dem Mundstück einen minimal blechernen Klang unterstellen, der mir aber niemals negativ auffiel. Weitere Vorteile waren die absolut hygienische Oberfläche (Edelstahl vs. Messing) und das Spielgefühl bei Minustemperaturen im freien. Die beißende Kälte kennt dieses Mundstück nicht. Auch bei -8°C konnte ich es noch wesentlich besser ansetzen als das Messingmundstück 4CL.

Im Juni 2013 suchte ich dann aber ein Mundstück, mitdem ich besser meinem Part als angehender Bassposaunist gerecht werden konnte. Da das Bassposaunenmundstück G&W Chinook nicht so recht auf meiner Tenorposaune zu klingen schien, entschied ich mich dann für eine ganz andere Marke.

Denis Wick Heritage 0AL

Homepage: Denis Wick Heritage 0AL.

Im Juli 2013 fuhr ich dann zu FMB, um mal meine Möglichkeiten im tiefen Posaunenregister auszuloten. Ich habe dabei diverse Bassposaunen mit dem G&W Chinook (s.u.) angespielt und war durchaus angetan. Aber da weder Budget noch die perfekte Posaune dabei waren, entschied ich mich, mehrere tiefe Tenorposaunenmundstücke auszuprobieren.

Denis Wick Heritage 0AL Top
Wick 0AL Top

Denis Wick Heritage 0AL Seite
Wick 0AL Seite

Interessanterweise konnte ich mit den JK/Josef Klier-Mundstücken gar nicht so viel anfangen, obwohl ich vom JK 6C auf dem Euphonium sehr überzeugt war. Ich landete schließlich bei dem Denis Wick 0AL. Es ist ein recht großes Mundstück – das größte für Tenorposaunen, was FMB vor Ort hatte. Und ich war ziemlich begeistert: Saubere Ansprache, punktgenaue Intonation der Pedallage – genau das, was ich suchte. Außerdem sitzt es sehr angenehm am Mund.

Da es leider aus Messing ist, werde ich bei Gelegenheit ein Pendant von Giddings & Webster bestellen. Das Modell Kadja scheint ähnlich groß zu sein. Ich werde dann berichten.

Bassposaune

Giddings & Webster Chinook

Homepage: G&W Chinook

Für Bassposaunen gibt es ebenfalls Mundstücke von Giddings & Webster. Ein Posaunist aus meinem Posaunenchor hat mir sein Chinook ausgeliehen. Erster, eiliger Test an der Tenorposaune: Das Kontra-B ist der neue Naturton. Leider sprechen die anderen Töne auch nach einiger Zeit des Übens nicht mehr so toll an.

Giddings & Webster Chinook Top (Edelstahl)
G&W Chinook Top

Giddings & Webster Chinook Seite (Edelstahl)
G&W Chinook Seite

Im Juli 2013 konnte ich dann bei FMB das Mundstück ausgiebig an diversen Bassposaunen testen. Hier verhält es sich komplett anders. Die Pedaltöne kommen so leicht (bzw. nur noch so leicht) wie die große Oktabe auf der Tenorposaune. Dafür lassen sich weiterhin hohe Register ohne Probleme anspielen. Das war mit dem gleichen Mundstück auf meiner Conn 88H nicht möglich. Auch mit dem Einsatz beider Ventile an diversen Bassposaunenmodellen (etwa einer Bach 50T3LG) sprach der Ton extrem präzise an, er behielt den typischen Klang einer Bassposaune (etwas dumpf und fast zu voll).

Da ich keine Bassposaune besitze und das Mundstück erwiesenermaßen an einer Tenorposaune nichts taugt, habe ich es zurückgegeben.

Euphonium

Yamaha Japan 48

Homepage: Yamaha 48.

Bei meinem Euphonium Modell Yamaha YEP-321 lag ebenfalls ein Mundstück bei. Es hat die schlichte Bezeichnung Yamaha Japan 48. Es ist ein Mundstück aus der Kategorie »hauptsache etwas liegt bei«, ist aber etwas weniger schlecht als das Jupiter-Mundstück meiner ersten Posaune. Es hat einen recht engen Ton, da das Mundstück einen schmalen Schaft, einen flachen Kessel und einen geringen Durchmesser hat. Dafür lassen sich Töne einfach intonieren. Dabei weist es keine besondere Präzision auf, ist aber absolut ausreichend. Es war auf Grund der besseren Eigenschaften auch mein »Immerdrauf« auf meiner Jupiter 536R, bis ich die Conn 88H erhalten habe.

Yamaha Japan 48 Top
Yamaha 48 Top

Yamaha Japan 48 Seite
Yamaha 48 Seite

Ein solides Mundstück, welches ein guter Start für die ersten zwei Jahre ist. Ambitionierte Musiker werden sich spätestens dann nach einem besseren Mundstück umschauen.

JK Exclusise 6C

Homepage: JK Exclusive Posaune.

Hierbei handelt es sich eigentlich um ein Mundstück für Posaunen. Trotzdem, oder gerade deswegen habe ich es an meinem Euphonium gespielt. Es ist ein gutes Allround-Mundstück, welches meinem YEP-321 einen scharfen Klang verlieh. Bestärkt wurde dieses durch die kleine Bohrung, die die Yamaha-Euphonien seltsamerweise haben. Wegen der dadurch entstehenden hohen tonalen Präsenz spiele ich diese Kombination heute noch. Nach etwas Training kann man als einzelner Bläser durchaus ein ganzes Blasorchester »totspielen«. Sicher möchte man das im Normalfall nicht, aber als Schüler war es durchaus spaßig.

JK Exclusise 6C Top
JK Exclusise 6C Top

JK Exclusise 6C Seite
JK Exclusise 6C Seite

Mit dieser Kombination bin ich auf meiner Schulorchester-CD „Sympoinic“ zu hören. Ich spiele hier das Solostück »Memory« von Rob Ares. Diese kann auf ratsband.de geordert werden, ein ausgiebigeres Tracklisting findet sich auf Musicbrainz.

Ich habe das 6C später auch noch an meiner Jupiter 536R ausprobiert. Dort hat es aber keinen großen Vorteil gegenüber des Yamaha-Mundstücks gebracht. Wahrscheinlich war die Posaune einfach am Ende Ihrer Möglichkeiten.

Tuba

Bruno Tilz Walter Hilgers B2

Homepage: Shop Agathon-Musik.

Mein einziges Mundstück für Tuba habe ich von einem Tubisten aus Lauenau geschenkt bekommen. Es ist ein Mundstück von Bruno Tilz, aus der Signaturserie Walter Hilgers. Ich habe das Mundstück an einer ca. 60 Jahre alten Alexandertuba gespielt, die dem Posaunenchor Stadthagen gehört. Die Tuba mussten wir umbauen lassen, da sie eigenartigerweise mit einem B-Schaft versehen war.

Bruno Tilz - Walter Hilgers B2 - Top
Tilz/Hilgers B2 – Top

Bruno Tilz - Walter Hilgers B2 Front
Tilz/Hilgers B2 Front

Das Mundstück spielt sich sehr vorzüglich an dieser Tuba. Es sitzt bequem und gibt einem sehr schnell ein sicheres Tongefühl. Mit viel Luft ermöglicht es extrem volle oder auch kräftige Töne. Leider kam ich mit der Ansprache in der Sub-Kontra-Oktave nicht immer zurecht, was mit einem Leihmundstück eines anderen Tubisten schon besser gelang. Trotzdem ist der Tonumfang angenehm groß. Die leicht spielbaren Töne lassen klingen mit Leichtigkeit sehr voll.

Ein Bild von mir mit dem Tilz-Mundstück an der Posaunenchortuba gibt es auf der Website der Brass Band Stadthagen, in der Sektion der Tubas.

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